Waren es im Vorjahr bereits über 200 Bogenschützen, die um die Bezirksehre – aber auch um die Qualifikation für die „Bayerische“ – kämpften, stehen heuer knapp 240 Bogenschützen beim Ausrichter PSV München an der Schusslinie. „Mehr geht nicht. Wir sind bis auf den letzten Platz besetzt“, freut sich Bogenreferent Ralph Kunath über den Teilnehmerrekord. „Gerade noch kommen wir in München ohne Limits aus.“

Scheibenrekord

Die maximal mögliche Anzahl von Scheiben wurde zwar schon im Vorjahr aufgestellt, da konnte aber noch großzügiger geplant werden. Diesmal aber ist die Auslastung erreicht. Am Vormittag gibt es keinen einzigen freien Platz und am Nachmittag kämpfen auf Scheibe 30 sogar drei Schüler C m/w gegeneinander.

Rekordberechtigung – erstmals!

Eine zeitlang war es üblich, die Meisterschaftsturniere nicht als rekordberechtigt auszuschreiben. Man wollte dem Turnierangebot der Vereine keine Konkurrenz machen, in dem WA-Auszeichnungen auch bei Meisterschaftsturnieren ermöglichte. Das ist zwar schon länger vorbei, aber in München hat sich diese Einstellung bis jetzt gehalten.

„Wenn es gelingt unsere „Bezirk“ rekordberechtigt durchzuführen,

dann machen wir das jetzt auch.“

Das verspach Ralph bereits im Rahmen der jährlich stattfindenden Sitzung der Vereinsleiter Bogen in seinem Bezirk. Hintergrund ist die seit diesem Sportjahr geltende Möglichkeit, sein Qualifikationsergebnis für die Deutsche Meisterschaft im selben Sportjahr bei bestimmten Turnieren zu verbessern. „Wir haben  gute und sehr gute Bogenschützen in München und ich möchte denen diese Möglichkeit keinesfalls verwehren“, so sein Statement. Klar, dass die „Bezirk Halle 2026“ die geforderten Voraussetzungen erfüllt.

Rekordbesetzung bei den Kampfrichtern

Eine dieser Voraussetzungen ist der Einsatz eines Kampfrichters mit der Lizenz internationale, rekordberechtigte Turniere „pfeifen“ zu dürfen. „Daher haben wir diesmal fünf ausgebildete Kampmpfrichter im Einsatz. Das gab es in München noch nie!“ Neben den vier Münchener Kampfrichtern ergänzt Martin Fesl vom Nachbarbezirk Schwaben als Kampfrichter mit internationaler Lizenz das Jurorenteam.

Ausdauerrekord

Der Zugang zu den Wettkampfhallen beim PSV München ist ab 8:00 Uhr möglich. Die ersten Teilnehmer stehen schon früher vor der Tür. Die aber ist verschlossen. Der Hausmeister sperrt halt pünktlich auf.

In Gruppe eins – Vormittag – werden die „großen“ Klassen eingeteilt. Damit ist die Anzahl der Klassen übersichtlich und sowohl die Auswertung als auch die Siegerehrung gehen zügig voran. Anders am Nachmittag in der Gruppe zwei. Hier starten alle anderen Klassen.  20 an der Zahhl. Entsprechend länger dauern die Vorbereitungen für die Siegerehrung, wie z.B. der Ausdruck der Urkunden. Aber auch die Siegerehrung selbst braucht eine Menge Zeit. Diesmal werden außerplanmäßig alle Schülerklassen – in Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit – als erstes geehrt. Das allerdings führt zu Verwirrungen innerhalb es Ehrungsteams, so dass die letzte Ehrung des Tages um 20.15 Uhr erfolgt. Ein langer Tag geht zu Ende. Für die Schützen, für die Trainer und Betreuer, für die Funktionäre und für den Ausrichter, der anschließend noch die restlichen Aufräumarbeiten erledigen muss. D A N K E !

Bestenliste

Best of Recurve:

Christian Wagner, BC Ismaning, Herren Recurve (10) –> 579 Ringe

Veronika Kreuzpointner, Tassilo Schützen Aschheim, Damen Recurve (11) –> 565 Ringe

Best of Compound:

Christian Rohe, SC-U Germering, Master Compound (112) –> 574 Ringe

Katharina Zettl, BC Keltenschanze, Damen Compound (111) –> 556 Ringe

Best of Blankbogen:

Sigisbert Reder, SpVgg Höhenkirchen, Master Blankbogen (212) –> 522 Ringe

Sophia Aßmann, BC Keltenschanze, Jugend Blankbogen (230) –> 458 Ringe

So jubeln die Vereine

Nicht nur „m-bogen“ freut sich über tolle Bezirksmeisterschaft beim PSV München. Auch die Bogenvereine feiern die Erfolge ihrer Schützen.

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