Zuerst die Feldbogenschützen, dann die 3D-Schützen und nun sind es die „Fita“-Schützen, die um die Treppchenplätze bei den Bezirksmeisterschaften im Schützenbezirk München (BSSB) kämpfen. Traditionell ist das die größte Gruppe. Mit knapp 100 Teilnehmern ist es auch diesmalso. „Etwas Luft nach oben aber hätten wir noch“, so Bogenreferent Ralph Kunath. „Die Kapazität unserer  Bezirksmeisterschaft WA Bogen im Freien ist auf 120 Schützen ausgelegt“.

Bezirksmeisterschaft WA Bogen im Freien 2022

Es ist schon schön mal wieder 30 Zielscheiben nebeneinander auf einem Bogenplatz stehen zu sehen. Auch die Menge der Schützen an der Startlinie wirkt imposant, wenn sie ihre Pfeile auf Distanzen bis zu 70 Meter fliegen lassen. Pünktlich um 11 Uhr geht es auf der Bogensportanlage der Tassilo Schützen in Aschheim mit den Wertungspfeilen los. Das erste Mal nach der rund 2-jährigen Corona-Pause. Am Ende des ersten Durchgangs ist zwar nicht jeder mit seiner Leistung zufrieden. Das Verpflegungsteam lockert mit seiner Heiterkeit und dem umfangreichen Speisenangebot etwaige Stimmungsschwankungen jedoch schnell wieder auf.

Wir erleben ein Dejavue

Dann geht es in die zweite Runde und wir erleben ein Dejavue. Gewitterwolken ziehen auf. Es fängt am Himmel an zu Grummeln. Die ersten Donner ertönen in der Ferne. Ein Gewitter zieht auf. Hagelkörner prasseln auf die Schützen nieder. Der Wettkampf wird unterbrochen. Nur noch 12 Wertungspfeile fehlen zum Abschluss des Wettkampfs. Schon einmal musste eine Bezirksmeisterschaft in Aschheim wegen Gewitters abgebrochen werden. Diesmal wird es zum Glück nur unterbrochen. Die Schützen suchen Unterschlupf, halten sich aber bereit für die Fortsetzung des Turniers. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt das Signal zur Fortsetzung des Wettkampfs. Der Hagel ist vorbei. Es ist auch kein Donner mehr zu hören. Das Gewitter zieht an Aschheim vorbei. Es regnet nur noch.

Durchnässte Schusszettel

Eine halbe Stunde später werden die teilweise völlig durchnässten Schusszettel eingesammelt. Manchmal sind die notierten Ergebnisse kaum mehr zu erkennen. Mit Unterstützung der Chef-Kampfrichterin Alexandra Müller-Neuhaus gelingt jedoch die korrekte Erfassung aller Wettkampfergebnisse.

Die Auswertung aber dauert sehr, sehr lange. Deshalb bedankt sich Ralph Kunath auch ganz herzlich für das Durchaltevermögen der Turnierteilnehmer. Sie warten inzwischen teilweise schon bibbernd auf die Siegerehrung. Dank dieser tapferen Schützen findet die Siegerehrung in einem gebührenden Rahmen statt.

Der Gastgeber – die Tassilo Schützen Aschheim – bewiesen einmal mehr ihren Teamgeist. Gemeinsam sorgten sie für einen reibungslosen Ablauf dieses Turnier sowie für beste Verpflegung der Turnierteilnehmer. Alles lief wie am Schnürchen. Und für das Wetter kann bekanntlich niemand etwas.