Was für eine bayerische Hallenmeisterschaft für die Münchener Bogenschützen. Zwei Meistertitel in den Einzelwettkämpfen sowie zwei Mannschaftstitel gehen in die Landeshauptstadt. Hinzu kommen ein Vizetitel in der Einzelwertung sowie zwei bei den Mannschaften. Und weitere zweimal ergattern Münchener Bogenschützen den Bronzetitel in der Mannschaftswertung. Darüber hinaus sicherten sich vier Münchener Bogenschützen die Plätze 4 und 5, die im Einzel ebenfalls mit Urkunden, allerdings ohne Medaille, geehrt werden. Und schaut man auf die Top-Ten Schützen der jeweiligen Klasse, dann reihen sich nochmals zehn Münchener Bogenschützen in die Elite-Riege ein. 17 mal Top-Ten im Einzel plus je zweimal Platz eins, zwei und drei bei den Mannschaften.

Zweifellos ist Jonas Junggeburth (Tassilo Schützen Aschheim) der Star dieses Wochenendes in Hochbrück gewesen. Mit 557 Ringen und sechs Ringen Abstand zu seinem Verfolger aus Tacherting holte er sich Gold und wird bayerischer Meister in der Jugendklasse Recurve.

Einen überaus spannenden Wettkampf lieferten sich Sebastian Viol (SC-U Germering) und Florian Stadler (TSV Natternberg). Beide erzielten 584 Ringe mit ihrem Compoundbogen. Sebastian legte 294 Ringe im ersten Durchgang vor, Florian 290. Im zweiten Durchang verlor Sebastian seinen Vorsprung. Er erreichte 290 Ringe und Florian zog mit nochmals 292 Ringen nach. Gleichstand mit 584 Ringen. Gleichstand aber auch bei den Zehnern (44) und Neunern (16). Damit landete kein Pfeil der beiden außerhalb vom Gold und beide sind nun amtierende bayerische Hallenmeister 2018.

Ja und was war bei den Recurvedamen los? Mit 272 Ringen beendete Laura Scherler vom PSV München den ersten Durchgang. Nur ganz knapp erreichte sie damit zur Halbzeitpause Rang drei. Im zweiten Durchgang legte Laura dagegen so richtig los. Sie erzielte 279 Ringe und kam Kathi Bauer (BSG Raubling), die den Wettkampf bei den Damen von Anfang an recht souverän dominierte, gefährlich nah. Mit nur 4 Ringen Differenz und 551 Ringen in der Gesamtwertung erkämpfte sich Laura den bayerischen Vizetitel.

Eigentlich lief die gesamte Hallenmeisterschaft super, wäre da nicht ein gewisser Wermutstropfen. Mannschaften werden auf bayerischer Ebene nur dann öffentlich geehrt, wenn zumindest drei Mannschaften gegeneinander angetreten sind. Ist das nicht der Fall, erhalten die Mannschaftsmitglieder zwar Siegernadeln und Urkunden, dies aber nicht auf dem Siegerpodest. Das ist regelkonform und gilt für die Erwachsenen, nicht aber für die Jugend. Jemand betroffenes schildert die Situation – wie sie sich während der Bayerischen Meisterschaft Bogen Halle 2018 zugetragen hat – so: „Wir … wurden am Ende der Siegerehrung nach draußen geschickt – als ob wir etwas angestellt hätten. Dort bekamen wir dann die verpackte Medaille und die Urkunde in die Hand gedrückt. … hat noch einen BSSB-Menschen gebeten das zu tun. Er hat sich geweigert. Mag sein, dass das regelkonform ist und dass wir … nicht mehr Anerkennung verdienen. Aber ich für meinen Teil empfand die Situation beschämend, mache so etwas nicht mehr mit. Auf so eine Urkunde und Medaille kann ich verzichten.“

 

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