Mit 86 Teilnehmern ist der Schützenbezirk München bei der Landesmeisterschaft Bayern WA Bogen im Freien 2025 so stark vertreten wie noch nie. Dabei dominieren die Recurveschützen deutlich. Allerdings sind auch sieben Blankbogen- und drei Compoundbogenschützen dabei. Die Jugend ist besonders stark vertreten. Ein Drittel (30) aller Münchener Teilnehmer schießt in den Schüler-, Jugend- oder Juniorenklassen. Und von denen holt sich Johannes Berner (TSV Waldtrudering, Bild r) in einem spannenden Finale den Meistertitel.

Johannes kämpft gegen den amtierenden bayerischen Meister

Johannes startet als zweiter der Qualifikationsrunde in die Finalkämpfe. Seinen Gegner im Halbfinale fegt er mit 6 : 0 Punkten souverän vom Platz und trifft im Viertelfinale auf auf seinen Kaderkameraden Julian Weise vom BC Ismaning. Damit ist klar, dass jeweils ein Münchener im Bronze- und Goldfinale kämpfen wird. Johannes entscheidet auch dieses Match mit 6 : 0 Punkten deutlich für sich und zieht ins Goldfinale ein. Dort trifft er auf den amtierenden bayerischen Meister Kilian Mayer von der BSG Raubling. Ein äußerst spannendes Match folgt. Kilian eröffnet mit einer 10. Johannes kontert mit 9. Es folgen 8 und 7. Beide sind sichtlich nicht zufrieden. Dann passiert es: Kilian schießt eine 2. Mit einer 9 entscheidet Johannes das erste Match für sich. Das zweite Match eröffnet wiederum Kilian. Er legt eine 10 vor. Mit einer 7 fällt Johannes zurück. Kilians zweiter Pfeil landet  ebenfalls in der 10. Mit einer 9 von Johannes vergrößert sich sein Abstand auf vier Ringe. Und wieder folgt ein Patzer bei Kilian. Er schießt eine 5. Macht 25. Mit einer 9 könnte Johannes ausgleichen, mit 10 wären ihm zwei weitere Punkte sicher. Es wird eine 8. Es steht 2 : 2 Punkte. Im dritten Match scheinen sich beide gefangen zu haben. 9/10/9 für Kilian und 10/9/10 für Johannes. Der Waldtruderinger liegt wieder vorn. Mit 28 : 26 im folgenden Match bleibt er auch vorne und ist der neue bayerische Meister in der Jugendklasse Recurve.

Julian macht es spannend

Es geht hin und her im Bronzefinale bei der Jugend Recurve. Julian Weise (BC Ismaning) steht Bálint  Zavaschi vom TSV Natternberg gegenüber. Julian holt sich mit 28 : 27 die ersten beiden Satzpunkte. Satz Nummer zwei geht mit 26 : 28 an Bálint. Dann gewinnt wieder Julian, anschließend Bálint und danach wieder Julian. Fünf Matches sind nötig um eine Entscheidung zu bringen. Das hört sich langweilig an aber die Spannung ist kaum beschreibbar. Man muss es sehen um mitfiebern zu können. Beide haben sehr stark angefangen. Beide schwächeln zeitweise. Zum Schluss aber dreht Julian nochmals richtig auf. Mit 28 : 23 entscheidet er den letzten Satz mit Bravour für sich. Sein Lohn ist der bayerische Bronzetitel.

Norá ist erschöpft

In den Qualikationsrunden der Recurve Jugend/w erreicht Norá Tubak vom TSV Waldtrudering mit 541 Ringen Platz sechs und steht damit im Finalschießen. Sie trifft dort auf die Drittplatzierte von den Windhochschützen Solla, die 573 Ringe erreicht hat. Norá hält sich wacker. Mit 25 : 22 holt sie sich hier ersten beiden Satzpunkte. Dann steht es umgekehrt 22 : 25 und damit 2 : 2. Mit 21 zu 22 Ringen gibt sie den dritten Satz nur knapp ab, holt sich aber ein Unentschieden im vierten Match mit 26 : 26. Es steht 3 : 5 Punkte. Wenn sie den fünften Satz gewinnt landen beide im Stechen. Mit 23 : 25 Ringen muss sie jedoch den Sieg ihrer Gegnerin überlassen. „Die Woche Landschulheim steckt wohl noch in meinen Knochen“, so ihr Statement.

Was geht in den Klassen ohne Finalrunde?

 

Blankbogen

Nora gewinnt. Nora Kipferler vom BC Keltenschanze. Mit dem Blankbogen in der Damenklasse. 556 Ringe holt sie auf 50 Meter. Ihr Start in der ersten Runde ist dabei mit 268 Ringen eher holprig. 288 Ringe in der zweiten Runde aber sichern ihr den Titel. Mit acht Ringen Abstand zur Zweitplatzierten.

Auch Jason Göbel vom BC Keltenschanze bringt Silber nach Hause. Mit 490 Ringen ist er bayerischer Vizemeister bei den Blankbogenschützen in der Jugendklasse.

Das sie auch mit dem Blankbogen umgehen können zeigen Sigisbert Reder (Spielvereinigung Höhenkirchen), der mit 594 Ringen den vierten Platz bei den Masters erreicht und Ulrich Sprung (BC Keltenschanze) , der den gleichen Platz in der Herrenklasse schafft.

Michael Mann vom PSV München sichert sich bei der Blankbogen Jugend mit 442 Ringen einen Urkundenplatz. Mit nur zwei Ringen Abstand muss er sich mit Platz fünf begnügen.

Recurvebogen

Namensgleichheit kommt selten vor. In der gleichen Klasse noch seltener. Angela Schneider aber gibt es zweimal. Einmal bei den BMW Bogenschützen München und einmal bei den Bogenschützen Feucht. Beide auch noch in derselben Klasse, Seniorinnen Recurve. „Unsere“ Angela holt sich mit 578 Ringen den bayerischen Vizetitel. Sie hält mit 15 Ringen einen respektvollen Abstand zur erstplatzierten Angela und auch die drittplatzierte Petra tut es ihr gleich und bleibt auf Distanz. Mit 15 Ringen zu „unserer“ Angela.

Guido Höfer und Igor Popov – beide starten für den 1.MBC München – erreichen Silber (630 Ringe) und Bronze (618 Ringe) bei dieser Landesmeisterschaft. In der Masterklasse m Recurve ist auch Rafal Iciek dabei. Er ist in München nicht nur als erfolgreicher Bogenschütze bekannt. Inzwischen schätzen ihn die Bogenschützen auch als Kampfrichter. Am ersten Tag der „Bayerischen“ aber ist er für den SC-U Germering am Start und holt sich mit 616 Ringen einen Urkundenplatz. Platz vier mit jeweils zwei Ringen Abstand nach oben und nach unten in einem starken Teilnehmerfeld mit 68 Schützen.

Compoundbogen

Medaillenplätze gibt es für den Schützenbezirk München bei den Compoundern leider nicht, aber Urkundenplätze (Platz vier und fünf).

Lisa Zettl vom BC Keltenschanze erreicht in der Jugendklasse 618 Ringe. Viertbeste Schützin Bayerns ist doch was. Christian Rohe vom SC-U Germering schafft es mit 666 Ringen ebenfalls auf Platz vier. Platz zwei und drei erreichen 667 Ringe. Was ein Ring ausmachen kann bei den Compoundern.

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